Wie ich auf SocialMedia bereits mitgeteilt habe, verbringe ich, aus privaten Gründen, gerade sehr viel Zeit in den Wartebereichen eines Krankenhauses. Arbeit (& Kunst), hatte ich geschrieben, machen eine Pause… das mag sein. Mein Kopf, aber nicht. Und somit auch die Kreativität nicht.
Wenn man übermüdet und ausgelaugt, vor Papier und Farbe sitzt, sollte man meinen, kommt nichts bei raus. Das ist das Schöne an diesem Befreiungsschlag, meinem BadPaintingBaby. Es erlaubt mir in allen Lebenslagen einfach die Gefühle heraus zu lassen. So war es gestern Abend, so war es heute Abend.
Ein Wartebereich, der Kaffee kalt. Die Uhr scheint nicht nur rückwärts zu laufen, sie scheint vollkommen kaputt zu sein.

Bevor ich loslegte, wusste ich nicht genau, was entstehen würde. Ich fing mit einer einfachen Ego-Perspektive an und hielt einfach nur erstmal den Moment fest. Gedanken fangen nach so vielen Stunden an zu kreisen und die Verzweiflung wird immer größer. Die Zeit verging einfach nicht. Ein Kaffee nach dem anderen…
Schließlich musste einer, der von mir leer getrunkenen Becher, dran glauben. Ich wollte ein Stück Realität behalten. Ein Stück der Wahrheit, des Moments, für später. Als Beweis, dass ich da war, diesen Kampf geführt und ihn nicht nur überstanden, sondern auch gewonnen habe.

In manchen Augenblicken, musste ich mich bremsen, denn ich geriet in Panik. Es war Verzweiflung, es war Angst. Aus Wartenden, aus Betroffenen wurden Gräber mit Grabstein. Eine Metapher für das lebendige Begrabensein auf Zeit? Faszinierend zu sehen, was der Geist manchmal erschafft.
Es war erdrückend, stickig, laut, es rauschte, summte, piepte. So viele Menschen, so viele Schritte und doch stand die Zeit still.

Diese Stunden, Tage, diese Wartezeit. Es muss ein Ende haben…

Manchmal muss man zweifeln. Manchmal muss man kämpfen. Manchmal muss man wissen, dass man scheitern könnte. Aber immer, wirklich immer, muss man stark bleiben. Für sich, für andere.

Wer den Becher aufklappt, schaut hinter die Fassade. Hinter der Konsumhülle liegt die unpolierte Zeichnung der Mediziner und ein Apell an mich selbst:

„Mache aus der Lähmung des Wartens eine Durchgangsstation und du wirst entfliehen. Rechtzeitig!“
Diese Tage ziehen sich ins unermessliche. Sie sind ein reiner Kampf und das herzzerreißendste, was ich jemals erleben musste. Gerade jetzt, gerade in dem Moment, in dem ich aufbrechen wollte. Aber diese Zeit hält mich nicht auf. Im Gegenteil. Für diese Zeit, würde ich mich immer wieder in meinem Leben entscheiden. Was steht über allem? Liebe!

„Man tut verrückte Dinge, um nicht verrückt zu werden.“ So könnte man dies alles wohl nennen. Sowohl das BPB1, als auch diesen meinen Schlaf im Bild.
Die Zeit wird erstmal weiter stillstehen, aber aus der Bahn werfen, lasse ich mich nicht!
Es gibt bereits eine weitere Doppelseite, aber ob ich diese sofort veröffentliche…ein derzeit weiteres Thema, welches mich beschäftigt. Es ist angreifend, es ist provokativ. Aber es ist da und es beschäftigt mich. Die Wahrheit ist, das gute Kunst, die Wahrheit ist!